Ursachen CMD

Was sind die Ursachen einer craniomandibuläre Dysfunktion?

Die Flächen der Gelenke verschieben sich mehr oder weniger stark, sodass die Knorpelscheibe im Gelenkspalt nicht mehr an der richtigen Stelle liegt, sondern sich verschiebt. Das benachbarte Gewebe schmerzt und die Bestandteile des Gelenks verändern sich. Es erfolgt eine Stauchung oder die Bestandteile des Gelenks werden auseinandergezogen.

Rund vier von fünf Frauen und jeder zweite Mann ist von der CMD betroffen. Im Alter zwischen 20 und 40 Jahren besteht eine besondere Häufung bei beiden Geschlechtern. Die meisten Betroffenen leiden unter Verspannungen in der Muskulatur und erleiden dadurch leichte bis starke Schmerzen.

Die Ursachen für die CMD sind vielfältig und können meistens nicht sofort festgestellt werden.

Besonders häufig führt ein falscher Biss bzw. eine Fehlstellung zu einer Craniomandibulären Dysfunktion. Sind die Brücken oder Kronen zu hoch oder zu niedrig angefertigt, wirkt sich das früher oder später auch negativ auf die Muskulatur sowie auf die Gelenke des Kiefers aus und es droht ein hohes Risiko, Probleme mit CMD zu bekommen.

 Stress bzw. psychosoziale Komponenten können ebenfalls eine Rolle spielen.

Manchmal führen traumatische Veränderungen der Halswirbelsäule und Operationen im Bereich des Kopfes oder des Halses zu einer CMD. Wer sich über Jahre eine Fehlhaltung im Stehen, Gehen oder Sitzen angewöhnt hat, trägt ebenfalls ein hohes Risiko, Probleme mit dem Zahnhalteapparat zu bekommen.

Kauen Menschen sehr viel auf den Fingernägeln oder auf Kaugummis, kann sich daraus eine CMD entwickeln. Die Fehlhaltung des Kopfes hat den gleichen Effekt.

Wenn sich die Knorpelscheiben verlagern, kommt es zu Problemen. Diverse systemische Erkrankungen sind bekannte Verursacher einer CMD. Infrage kommen unter anderem Entzündungen der Gelenke und einige mehr. Fehlbildungen während der Entwicklung können auch bei sehr jungen Menschen zu einer CMD führen.

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